Weitere Anwendungen

Ihre Anwendung passt in keine der obigen Kategorien? Das bedeutet nicht unbedingt, dass MetaSystems Ihnen dabei nicht helfen kann. Kontaktieren Sie uns, und vielleicht finden wir gemeinsam eine Lösung, die zu Ihrer Anwendung passt.

Die einzigartige Kombination von Flexibilität und Zuverlässigkeit zeichnet alle MetaSystems-Geräte aus. Die Anpassung eines unserer Produkte, etwa der Metafer-Plattform, an neue Anwendungen kann dadurch recht einfach sein. Lesen Sie unten einige erfolgreiche Beispiele - vielleicht ist auch Ihre Anwendung automatisierbar?

Petrographie

Die Einführung digitaler Bildgebungsverfahren in der Mikroskopie hat die Methoden revolutioniert, mit denen petrografische Untersuchungen durchgeführt, dokumentiert und präsentiert werden, Darüber hinaus eröffnet die Möglichkeit der Automatisierung solcher Studien Wege, die Produktivität bei gleichzeitiger Kostenersparnis enorm zu steigern. In diesem Sinne ist die vollständige und vollautomatische Digitalisierung von Geomaterialien unter Verwendung vieler, wenn nicht aller routinemäßig verwendeten Mikroskopietechniken ein essentieller Schritt nach vorne.

MetaSystems stellt nun ein automatisches Bildsystem vor, welches für die unbeaufsichtige und automatische Digitalisierung geologischer Präparate im Hochdurchsatz entwickelt wurde. Das neue Produkt basiert auf der etablierten Scanning-Plattform Metafer, die einer einzigartigen Kombination von aussergewöhnlicher Automatisierungstechnik mit speziell für diesen Zweck entwickelter Software besteht. Das Ergebnis ist eine ungewöhnlich flexible und gleichzeitig robuste Station für die automatisierte Bildgebung.

Metafer ist die erste Scanning-Plattform für die Digitaliserung von petrografischen Präparaten, die eine Vielzahl von Kontrastierungstechniken und Beleuchtungsquellen unterstützt. Deshalb stellt das System eine einzigartige 'all-in-one'-Lösung für die Bildgebung in der Petrografie dar. Das System ist dabei ebenso in der Lage, blickdichte, polierte Metallproben mit Auflicht zu digitalisieren, wie auch Kohleproben, die mit Fluoreszenzbeleuchtung untersucht werden.

White Paper: Petrography, (587.7kB)

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Bilder von Drosophila-Larven

Zur Visualisierung der RNA-Produktion in Fruchtfliegenlarven (Drosophila) wollte eine zentrale Bildverarbeitungseinrichtung Bilder, die mit Nomarski-Phasenkontrast aufgenommen wurden, mit Fluoreszenzaufnahmen kombinieren. Da Metafer die Möglichkeit hat, alle Kontrastmethoden zu verwenden, die das Mikroskop unterstützt, war es vergleichsweise einfach, einen entsprechenden Arbeitsablauf zu entwerfen.

Die entstehenden Bilder zeigen ein Farbbild der Drosophila-Larve, welches aufgrund der Nomarski-Phasenkontrast-Methode deutlich die innewohnenden Strukturen offenbart. Ein weiterer Farbkanal in demselben Bild, aufgenommen im Fluoreszenzmodus, zeigt die räumliche Verteilung der RNA-Produktion in der Larve.

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Identifizierung von Kieselalgen

Vor einigen Jahren bekam MetaSystems eine Anfrage von einem renommierten Marineforschungsinstitut. Hierbei ging es um die Frage, ob es möglich sei, Präparate von Proben vom Meeresboden und anderen marinen Standorten zu digitalisieren und die darin enthaltenen Kieselalgen (Diatomeen) zu identifizieren. Kieselalgen stellen eine sehr große Gruppe von Algen mit Zellwänden aus Silizium, die eine große Formenvielfalt aufweisen und als wichtige Indikatoren der Wasserqualität dienen.

Um die Aufgabe zu lösen, wurden ein Metafer-System und eine angepasste Bildbetrachtungssoftware so konfiguriert, dass eine Kommunikation mit einer bereits vorhandenen, auf die Identifizierung von Kieselalgen spezialisierten Software ermöglicht wurde. Heute werden die hochauflösenden Metafer-Bilder der Diatomeenpräparate routinemäßig als Basis für die Archivierung der Proben und für die automatische Detektion und Identifikation der Diatomeen verwendet.

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Tetradenanalyse

Die Acker-Schmalwand (Arabidopsis thaliana) ist eine in Europa, Asien und dem Nordwesten von Afrika beheimatete, etwa 20-25 cm hohe Blütenpflanze mit einem sehr schnellen Lebenszyklus von ungefähr sechs Wochen. Die Pflanze ist bekannt als Modellorganismus für Pflanzenbiologie und Genetik. Mit etwa 157 Millionen Basenpaaren, verteilt auf 5 Chromosomen, hat Arabidopsis eines der kleinsten Genome unter den Pflanzen. Es wurde im Jahr 2000 als erstes Pflanzengenom vollständig sequenziert.

Es ist bekannt, dass zwei Gene von A. thaliana, QRT1 und QRT2, für die Trennung der Pollen bei normaler Entwicklung benötigt werden. Bestimmte Mutanten bilden stattdessen Pollen in Form von Tetraden aus. Eine Tetrade ist ein Konglomerat aus vier Pollenkörnern, die den vier Produkten einer einzelnen Meiose entsprechen, und die fest zusammenhängen. Mit Hilfe transgener Marker ist es möglich, die Expression fluoreszenter Proteine in drei Farben vor dem Hintergrund der vier Pollen einer Tetrade sichtbar zu machen. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, anhand der spezifischen Farbmuster der Tetraden die Ergebnisse einer einzelnen Meiose und die Interferenz zwischen nahe beieinanderliegenden Rekombinationsereignissen zu studieren.

Diese sogenannte Tetradenanalyse hat jedoch eine methodische Schwierigkeit: etwa vier Stunden nach der Präparation lässt die Intensität der fluoreszent leuchtenden Reporterproteine nach. Dadurch ist die Zahl der untersuchbaren Tetraden pro Präparat, zumindest bei manueller Auswertung, begrenzt.

Die Verwendung von Metafer als automatisches Auswertesystem, welches die Tetraden nicht nur findet und Bilder aufnimmt, sondern auch die Farbmuster erkennt und die Bilder entsprechend klassifiziert, erhöht signifikant die Zahl der Tetraden, die untersucht werden können, bevor die Marker ausbleichen. Zudem bekommt der Anwender eine komplette Dokumentation aller Tetraden und kann die Ergebnisse in automatisierten Berichtsausdrucken zusammenfassen.

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